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Rheuma

Ratgeber für Betroffene und Angehörige

Privatpatienten haben mehr Auswahl

Wer an einer Rheumatoiden Arthritis erkrankt, ist auf schnelle Hilfe angewiesen, da sich die Gelenke verformen und an Funktionsfähigkeit verlieren. Bei starker Deformation ist schließlich eine Operation unumgänglich. Aufgrund des Krankheitsverlaufs der bei jedem anders ist, kommt es darauf an, unterschiedliche Therapieformen aufeinander abzustimmen. Hier bieten private Krankenversicherungen auch PKV genannt einen soliden Schutz, denn sie zahlen neben den herkömmlichen Maßnahmen, wie medikamentöse Behandlung, Physiotherapie und Krankengymnastik auch alternative Heilmethoden.
Rheuma ist ein Sammelbegriff für etwa 400 Gelenk- und Bindehauterkrankungen. Doch spricht der Arzt von Rheuma, handelt es sich meist um eine Rheumatoide Arthritis. Sie ist, anders als Arthrose, nicht auf Altersverschleiß zurückzuführen, sondern trifft alle Altersgruppen. Die Beschwerden sind anhaltende Gelenkschmerzen, meist an Fingern oder Zehen, die auf Entzündungen in den Gelenken zurückzuführen sind. Ausgelöst werden sie wiederum von einer Autoimmunerkrankung. Zurzeit sind in Deutschland etwa 800 000 Menschen an einer Rheumatoiden Arthritis erkrankt. Da Krankheit meist lange Jahre unentdeckt bleibt, kann sie sich langsam ausbreiten und weitere Gelenke befallen; Ärzte sprechen deshalb auch von einer chronischen Polyarthritis. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, heilbar ist sie jedoch nicht.

Damit der Patient jedoch auch die Hilfe erhält, die er benötigt, ist eine solide Krankenversicherung unabdingbar. Private Krankenversicherungen bieten hier Betroffenen mehr Heilverfahren als gesetzliche Krankenversicherungen.
Ein wesentlicher Bestandteil der Rheuma-Therapie sind Medikamente, die der Patient lebenslang einnehmen muss. Wer in einer privaten Krankenversicherung Kunde ist, kann gleich von den neuesten Präparaten profitieren. Patienten erhalten zunächst Schmerzmittel und Entzündungshemmer; in akuten Krankheitsphasen verschreibt der Arzt in der Regel Kortison. Sie lindern die Schmerzen und stellen die Beweglichkeit des betroffenen Gelenks wieder her. Auf den Krankheitsverlauf haben diese Antirheumatika allerdings keinen Einfluss. Sobald die Diagnose gestellt ist, erhält der Patient daher individuell abgestimmte Basistherapeutika, die in den Krankheitsverlauf verlangsamen und entzündliche Schübe verhindern. Ihre Wirkung tritt je nach Wirkstoff jedoch erst nach Wochen oder Monaten ein. Privatpatienten haben Anspruch auf weitere unterstützende Behandlungsformen, wie zum Beispiel Physiotherapie, Krankengymnastik und Massagen. Dazu kann die Komplementärmedizin die Therapie sinnvoll ergänzen. Fachleute bestreiten kaum noch, dass sie vielen Arthritis-Patienten dabei hilft, besser mit ihrer Krankheit zurechtzukommen. Einige Heilverfahren sind mittlerweile sogar bei den gesetzlichen Krankenversicherungen anerkannt, wie zum Beispiel die Akupunktur in der Schmerztherapie oder die Homöopathie. Private Krankenversicherungen kommen für viele alternative Behandlungsmethoden auf, wohingegen gesetzliche Krankenversicherungen die Kosten der meisten nicht übernehmen. So stehen privat versicherten Rheumapatienten auch Hydrotherapie und Heilpflanzenbehandlungen zur Verfügung. Allerdings sollten die Patienten vor Therapiebeginn bei ihrer privaten Krankenversicherung sich vergewissern, dass sie die Kosten für die Maßnahme übernimmt.

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    Rheuma ist keine Erkrankung, die nur Ältere betrifft. Aus diesem Grund bietet der Bundesverband der Deutschen Rheuma-Liga e. V. auf dem Internetportal „get on!“ jungen Rheumatikern die Möglichkeit, sich auszutauschen – über ihre Erkrankung oder auch viele andere Themen. Neben den vielseitigen Interaktionsmöglichkeiten bietet das Portal u. a. Tipps zur Freizeitgestaltung sowie Hinweise zu Schule, Studium und Beruf.